UNIQA 3.0 – Growing Impact:
Ahead of Plan

Erst Ende 2024 hatten wir mit „UNIQA 3.0 – Growing Impact“ unsere neue Gruppenstrategie für die Jahre 2025 – 2028 präsentiert. Deren Umsetzung verläuft seither so erfolgreich, dass wir bereits im November 2025 im Rahmen eines Capital Market Update in London ein Upgrade für einige der gesteckten Ziele verkünden konnten. Die Schwerpunkte der Strategie – profitables Wachstum, weitere Effizienzsteigerung und der Ausbau unserer starken Marktposition in Österreich und CEE – bleiben dabei unverändert. Übergeordnetes Ziel ist es, UNIQA als diversifizierte, attraktive Dividendenaktie mit nachhaltigem Prämien-, Ertrags- und Ausschüttungswachstum zu positionieren.

Mit „UNIQA 3.0 – Growing Impact“ setzen wir einen erfolgreichen Kurs fort, der bereits in den Jahren zuvor ein deutliches Kunden- und Prämienwachstum sowie eine Profitabilitätssteigerung im Versicherungsgeschäft gebracht hatte. Dass nun bereits nach weniger als einem Jahr ein Upgrade der meisten Wachstums- und Profitabilitätsziele möglich war, verdankt sich der konsequenten Umsetzung der Strategie und der Übererfüllung wichtiger Ziele. Der schon bisher erfolgreichen Umsetzung der Strategie verleiht dies nun noch höhere Dynamik.

Im Rahmen eines Capital Market Update in London im November 2025 konnte unser Vorstand nach weniger als einem Jahr ein Upgrade einiger Ziele der Strategie „UNIQA 3.0 – Growing Impact“ kommunizieren (im Bild: Kurt Svoboda, Andreas Brandstetter, Wolfgang Kindl und René Knapp).
Im Rahmen eines Capital Market Update in London im November 2025 konnte nach weniger als einem Jahr ein Upgrade einiger Ziele der Strategie „UNIQA 3.0 – Growing Impact“ kommuniziert werden (im Bild: Kurt Svoboda, Andreas Brandstetter, Wolfgang Kindl und René Knapp).

Noch ambitioniertere Ziele

Unsere Ziele für die Zukunft sind damit noch ambitionierter: Das bis 2028 angestrebte jährliche Wachstum im Prämienvolumen wurde von durchschnittlich 5 Prozent auf 6 Prozent angehoben, beim Ergebnis je Aktie (EPS) peilen wir dank eines konsequenten Kostenmanagements nun ein jährliches Wachstum von mehr als 7 Prozent an (bisher: 6 Prozent). Deutlich verbessern wollen wir auch unsere Ertragskraft: Die Combined Ratio (netto) soll dauerhaft unter 93 Prozent gesenkt werden (bisher: 94 Prozent), den Zielwert für die Eigenkapitalrendite (ROE) haben wir von 12 Prozent auf über 13 Prozent angehoben. Unverändert blieb unser Ziel für die Verwaltungskostenquote, die wir weiterhin auf unter 15 Prozent reduzieren wollen.

Angesichts der guten Performance im abgelaufenen Jahr haben wir uns die Latte (in Form der Ziele unserer Strategie „UNIQA 3.0 – Growing Impact“) noch etwas hoher gelegt … (im Bild: Kurt Svoboda und Wolfgang Kindl)
Angesichts der guten Performance im abgelaufenen Jahr haben wir uns die Latte (in Form der Ziele unserer Strategie „UNIQA 3.0 – Growing Impact“) noch etwas höher gelegt … (im Bild: Kurt Svoboda und Wolfgang Kindl)
René Knapp und Wolf Gerlach sitzen auf einem Balkon in der Sonne im Rahmen der Strategieklausur
René Knapp und Wolf Gerlach zeigen augenfällig, dass eine Strategieklausur zwischendurch auch Pausen braucht …

Während das internationale Geschäft in CEE unverändert jährlich um rund 8 Prozent zunehmen soll, haben wir unser Ziel für die Prämiensteigerung in Österreich von bisher etwa 3 Prozent pro Jahr auf 4 Prozent erhöht – und wollen damit jeweils stärker wachsen als das BIP in den jeweiligen Märkten.

Gleich geblieben sind unsere Ziele für die starke Kapitalisierung, die unsere Wachstumsstrategie untermauern soll, sowie für unsere progressive Dividendenstrategie, mit der wir unsere Aktionär:innen an unserem Erfolg teilhaben lassen wollen: Die Solvenzquote, die Ende 2025 solide 275 Prozent betrug, soll in Zukunft zumindest zwischen 180 und 230 Prozent liegen. Dies verschafft uns ausreichend Spielraum für organisches Wachstum und potenzielle Zukäufe. Stetig wachsen sollen im Einklang mit der angestrebten Ertragsentwicklung auch unsere Dividenden. Basis dafür: eine Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent des Gewinns.

Ziele für 2025 mehrheitlich übererfüllt

Sabine Pfeffer anlässlich einer Town Hall im UNIQA Tower, unserem größten regelmäßigen Mitarbeiterevent zu strategischen Konzernthemen
Sabine Pfeffer anlässlich einer Town Hall im UNIQA Tower, unserem größten regelmäßigen Mitarbeiterevent zu strategischen Konzernthemen

Hintergrund dieser Upgrades ist wie erwähnt die äußerst erfolgreiche Umsetzung der neuen Strategie im abgelaufenen Jahr. Schon nach drei Quartalen waren wir auf einem guten Weg, die Zielwerte für 2025 zu übertreffen. Gründe dafür waren die raschere Umsetzung bestehender Initiativen, die anhaltende Kostendisziplin trotz des beschleunigten Wachstums sowie das weitgehende Ausbleiben von Naturkatastrophen. Hinzu kamen in Österreich verstärkte Zuwächse in der Krankenversicherung und weitere Profitabilitätssteigerung in der Schaden- und Unfallversicherung. International wirkten sich die erfolgreiche Fortsetzung des allgemeinen Wachstumskurses sowie die anhaltend hohe Profitabilität im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft positiv aus.

Auf das Jahr 2025 insgesamt gesehen, übertraf das Prämienwachstum für die gesamte UNIQA Group mit 8 Prozent den Zielwert von 5 Prozent deutlich. In CEE legten die Prämien dabei um 10 Prozent zu, in Österreich lagen sie um 5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Auch bei der weiteren Steigerung unserer Ertragskraft kamen wir 2025 rascher voran als geplant: Die Verwaltungskostenquote lag mit 15,3 Prozent bereits nach einem Jahr nur mehr knapp über der angestrebten Marke von 15 Prozent, und die Combined Ratio (netto) lag mit 91,7 Prozent bereits unter dem Ziel von 94 Prozent. Im Einklang damit übertraf auch der ROE den Zielwert von 12 Prozent mit 14,3 Prozent spürbar.

Ähnlich verhielt es sich mit unserem Weg zur besten Dienstleisterin und zur besten Arbeitgeberin der Branche. In beiden Bereichen streben wir eine Bewertung mit 4,5 von 5 Sternen an. Bei der Kundenzufriedenheit haben wir dieses Ziel mit 4,6 Sternen bereits erreicht und arbeiten nun konsequent daran, den erreichten hohen Standard nachhaltig abzusichern. Und bei der Mitarbeiterzufriedenheit – gemessen anhand des Employee Experience Index und des Engagement Index – halten wir derzeit bei jeweils 4,1 Sternen und können damit ebenfalls erfreuliche Fortschritte verzeichnen.

UNIQA 3.0 – Growing Impact

 

 

 

Ziel
November 2024

Ziel-Upgrade
November 2025

2025

Wirtschaftlicher
Erfolg

Wachstum

Prämien CAGR

~ 5 %

~ 6 %

8,2 %

Profitabilität

EPS CAGR

> 6 %

> 7 %

22,2 %

ROE

> 12 %

> 13 %

14,3 %

Combined Ratio (netto)

< 94 %

< 93 %

91,7 %

Verwaltungs­kostenquote

< 15 %

15,3 %

CSM Sustainability Ratio

~ 90 %

72,7 %

Kapital

Solvenzquote

180 – 230 %

275 %

Ausschüttungs­quote

50 – 60 %

52 %

Beste Dienstleistung

Kunden­zufriedenheit (1 – 5 Sterne)

4,5

4,6

Beste Arbeitgeberin

Employee Experience (1 – 5 Sterne)

4,5

4,1

Employee Engagement (1 – 5 Sterne)

4,5

4,1

Starke Ausgangsposition in Österreich und CEE

Unsere Ziele mögen ambitioniert – und nach dem Upgrade noch ambitionierter – erscheinen, sind aber angesichts unserer starken Marktposition und der bereits in früheren Jahren eingeleiteten Maßnahmen realistisch. Die Fortschritte allein im Jahr 2025 belegen dies eindrucksvoll.

UNIQA ist heute mit über 18 Millionen Kund:innen und fast 15.000 Mitarbeiter:innen in 14 Ländern einer der führenden Versicherungskonzerne in Österreich und CEE. Gestützt auf einen sehr hohen Bekanntheitsgrad unserer Marke sind wir in Österreich die Nummer 2 und gehören in vielen CEE-Ländern zu den Top-5-Versicherungen. Besonders stark ist unsere Stellung im Gesundheitsgeschäft, in dem UNIQA in Österreich klare Marktführerin ist.

Fortführung eines erfolgreichen Wegs

Diese starke Position verdankt UNIQA einer langfristig konsequenten Ausrichtung auf Wachstum und Ertragskraft, an der das Unternehmen seit 2011 konsequent arbeitet. Neben einem Ausbau der Kundenbasis und der Stärkung der Bilanzstruktur standen dabei die Erweiterung und Konsolidierung des Länderportfolios – besonders durch die Integration der ehemaligen AXA-Gesellschaften in Polen, Tschechien und der Slowakei, den Rückzug aus Russland und die Abgabe der Gesellschaften in Albanien, Nordmazedonien und dem Kosovo – sowie die konsequente Digitalisierung im Fokus. Parallel dazu ist es gelungen, sowohl das laufende Geschäft als auch die Kapitalbasis weiter zu verbessern. Die Zahl der Kund:innen hat sich seit dem Jahr 2011 von 7,5 Millionen mehr als verdoppelt, das Prämienvolumen stieg von 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf zuletzt 8,4 Milliarden Euro. Die Solvenzquote erhöhte sich im letzten Jahrzehnt auf beachtliche 275 Prozent.

Profitables Wachstum und operative Transformation

Grafik zur Entwicklung profitablen Wachstums

Diesen Weg will UNIQA nun fortsetzen und noch forcieren. Übergeordnete Leitziele dabei sind wirtschaftlicher Erfolg sowie die Positionierung als beste Dienstleisterin und beste Arbeitgeberin der Branche.

Unsere Ziele bis 2028

Grafik zu den Zielen

Herausforderndes Umfeld

Mit dem Strategieprogramm „UNIQA 3.0 – Growing Impact“ antworten wir strukturiert auf die vielfältigen Herausforderungen, vor denen unsere Branche – ebenso wie Gesellschaft und Wirtschaft insgesamt – steht. Neben unterschiedlichen Geschwindigkeiten im wirtschaftlichen Wachstum, das wir sowohl in Österreich als auch in CEE mit unserer Prämienentwicklung übertreffen wollen, sind wir mit einem volatilen makroökonomischen Umfeld mit Unsicherheiten hinsichtlich der Inflations- und Zinsentwicklung sowie mit steigenden Schäden durch Naturkatastrophen konfrontiert. Dem begegnen wir mit einem aktiven Finanz- und Risikomanagement, das die Auswirkungen von Zinsentwicklung, Inflation und Naturkatastrophen auf unser Geschäft so weit wie möglich abfedert.

Der Klimawandel bzw. die erhöhten Anforderungen an ESG fordern aber auch in unserer Produkt- und Anlagepolitik neue Antworten. Hinzu kommen die alternde Gesellschaft und ein Gesundheitssystem, das vielfach an seine Grenzen stößt. Hier können wir gerade als Versicherung vielfältige Angebote bieten, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen und gleichzeitig unseren Geschäftsradius erweitern.

Digitalisierung als Wachstumstreiber

Ein wichtiger Hebel für die Erreichung unserer Ziele ist die konsequente Digitalisierung. Seit Jahren investieren wir deshalb massiv in unsere IT-Systeme und in digitale Prozesse. Dadurch möchten wir nicht nur unsere Verwaltungskosten deutlich senken, sondern gleichzeitig den Kundenservice verbessern. Bereits heute wickelt UNIQA beispielsweise im Gesundheitsgeschäft rund 90 Prozent der Schadenmeldungen digital ab – das ist eine Verdoppelung im Vergleich zu 2020. Auch im Vertrieb setzen wir verstärkt auf digitale Kanäle, ohne dabei das wichtige Agenturgeschäft zu vernachlässigen.

Ausbau des Gesundheitsgeschäfts

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem weiteren Ausbau des profitablen Gesundheitsgeschäfts. Hier will UNIQA nicht nur als Versicherung, sondern verstärkt auch als Gesundheitsdienstleisterin aktiv sein. Über unsere Tochter Mavie bieten wir bereits heute diverse innovative Gesundheitsservices an – von Telemedizin über Gesundheitszentren und Privatkliniken bis hin zu Präventionsangeboten (siehe dazu Mavie – Das „Ökosystem Gesundheit“).

Der Gesundheitsmarkt hält große Chancen bereit: Allein in unserem Heimmarkt Österreich, in dem wir Nummer 1 in der Krankenversicherung sind, besteht ein Marktpotenzial von jährlich über 11 Milliarden Euro im privaten Gesundheitssektor. Das Prämienvolumen im Gesundheitsgeschäft soll bis 2028 um etwa 7 Prozent pro Jahr wachsen.

Andreas Brandstetter, Dr. Eva-Maria Keller, Geschäftsführerin, Herbert Obermoser, Leiter Anästhesie, und Burkhard Gantenbein, Aufsichtsratsvorsitzender der UNIQA Group, bei einem Besuch in der neu erworbenen Privatklinik Wörgl im März 2025
Andreas Brandstetter, Dr. Eva-Maria Keller, Geschäftsführerin, Herbert Obermoser, Leiter Anästhesie, und Burkhard Gantenbein, Aufsichtsratsvorsitzender der UNIQA Group, bei einem Besuch in der neu erworbenen Privatklinik Wörgl im März 2025

Höhere Erträge aus der Lebensversicherung

In der Lebensversicherung arbeiten wir daran, das auslaufende Geschäft nicht nur zu kompensieren, sondern zu übertreffen, und streben dadurch über die gesamte Gruppe gesehen eine Zunahme der Prämien an. Während der internationale Bereich hier Wachstumsraten von durchschnittlich 8 Prozent pro Jahr erreichen soll, wird das Lebensversicherungsgeschäft in Österreich weiterhin leicht rückläufig sein. Ein wichtiger Treiber für die geplanten Zuwächse in CEE ist das zunehmende Alter der Gesellschaft, das für eine steigende Nachfrage nach Pensions- und Lebensversicherungen sorgt. Wichtige Beiträge soll auch das profitable Protection Business in CEE leisten. Dazu wird nicht zuletzt auch der Abschluss unserer IT-Transformation beitragen. Betrachtet man Lebens- und Krankenversicherung gemeinsam, streben wir eine Sustainability Ratio von mehr als 90 Prozent an.

Effizienzsteigerung in Österreich, beschleunigtes Wachstum in CEE

Regional gesehen liegt in Österreich, dem historischen Heimmarkt der UNIQA Group, unser Schwerpunkt auf einer Steigerung der Profitabilität, zu der Verbesserungen im Pricing ebenso beitragen sollen wie ein verstärkter Fokus auf KMU sowie eine Reduktion der Schadenquote durch strategisches Schadenmanagement. Gestützt auf einen wachsenden Exklusivvertrieb sind wir in den meisten Bundesländern die Nummer 1 und streben auf dieser Basis ein Prämienwachstum von nunmehr 4 Prozent pro Jahr an. Träger dieses Wachstums werden vor allem die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Krankenversicherung sein. Begleitet wird dies von der bereits erwähnten IT-Transformation und Digitalisierung, die bis 2028 eine Verringerung der Verwaltungskostenquote auf 13 Prozent bringen soll.

Im internationalen Geschäft, in dem wir auf ein gut diversifiziertes Produkt- und Länderportfolio bauen können, streben wir steigende Ergebnisbeiträge und Dividenden an. Die Ausgangsbasis dafür ist mit Top-5-Positionen in vielen unserer CEE-Märkte und dem Wachstumsgefälle zu Westeuropa bei einer gleichzeitig noch geringen Versicherungsdichte sehr gut. Gestützt auf eine starke Kundenbasis möchten wir unser Prämienvolumen in dieser Region um jährlich 8 Prozent – und damit über dem Marktniveau – steigern und unsere Profitabilität durch Portfoliooptimierungen und operative Verbesserungen erhöhen. Die Verwaltungskostenquote soll gleichzeitig durch Digitalisierung und Skalenvorteile bis 2028 auf 14 Prozent sinken.

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil

Auch beim Thema Nachhaltigkeit haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2040 will der Konzern in Österreich klimaneutral werden, bis 2050 dann in der gesamten Gruppe. Kohle-, Öl- und Gasgeschäfte sollen bis 2030/35 komplett aus dem Investment- und Versicherungsportfolio verschwinden. Dass Nachhaltigkeit für uns kein Lippenbekenntnis ist, sondern konsequent in allen Geschäftsbereichen umgesetzt wird, zeigt sich auch in den ESG-Ratings, bei denen UNIQA deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt. (Nähere Informationen zum Thema ESG siehe Konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung)

Environmental, Social und Governance (ESG)
ESG steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und beschreibt Kriterien, die Unternehmen zu nachhaltigem und verantwortungsbewusstem Handeln anregen. Investor:innen nutzen diese, um Unternehmen zu bewerten, die neben finanzielle auch ökologische und soziale Verantwortung übernehmen.
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