Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Stellungen
Eine Gemeinschaft der Größe von UNIQA lebt und wirkt durch Vielfalt. Ungeachtet von Geschlecht, Alter, Herkunft, körperlicher Befähigung, sexueller Orientierung, Religion und Weltanschauung schätzen und respektieren wir einander. Unsere Mitarbeiter:innen sind ebenso vielfältig wie unsere Kund:innen. Eine vielfältige Belegschaft trägt dazu bei, Kund:innen besser zu verstehen und unterschiedliche Bedürfnisse besser bedienen zu können. Unser Leitsatz „gemeinsam besser leben“ ist für uns erst dann erfüllt, wenn Gleichberechtigung und Chancengleichheit zur Gänze gegeben sind.
UNIQA ist davon überzeugt, dass Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion sowohl die Bindung von Mitarbeiter:innen an das Unternehmen als auch deren Innovationspotenzial und Produktivität fördern. Dank einer höheren Zufriedenheit der Kund:innen und besserer Finanzergebnisse sind Diversität und Inklusion zudem ein entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg und Wachstum. Für ein Projekt, das diese Haltung mit Daten untermauert, wurde UNIQA mit dem Diversity Leader Award 2025 von „weconomy“ ausgezeichnet.
Mit Marie-Valerie Brunner, Anna Maria D’Hulster, Jutta Kath und Monika Henzinger gehören dem Aufsichtsrat der UNIQA Insurance Group AG vier Frauen als Kapitalvertreterinnen an. Damit erreicht die Quote der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder unter den gewählten Mitgliedern (Kapitalvertreter:innen) 40 Prozent und liegt somit deutlich über der gesetzlich geforderten Quote. Mit Sabine Andre und Sonja Haid sind zudem zwei weitere Frauen in den Kreis der Arbeitnehmervertreter:innen im Aufsichtsrat delegiert, womit auch hier eine Quote von 40 Prozent weiblicher Mitglieder gegeben ist. Daraus ergibt sich bezogen auf den Gesamtaufsichtsrat ebenfalls ein Frauenanteil von 40 Prozent, womit die gesetzliche Quote von 30 Prozent deutlich überschritten wird.
Den mit sieben Mitgliedern personenident besetzten Vorständen der UNIQA Insurance Group AG und der UNIQA Österreich Versicherungen AG gehört mit Sabine Pfeffer ebenfalls eine Frau an, was ein wichtiges Zeichen auf dem Weg zum Ziel „Mehr Frauen in Leitungsfunktionen“ setzt. Neben dem klaren Bekenntnis zu diesem Ziel setzt die UNIQA Group selbstverständlich auch weiterhin verschiedene begleitende Maßnahmen. Deutlicher Ausdruck dieser Haltung ist die Aufnahme eines Ziels zur Geschlechter-Balance – und damit zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungsfunktionen – in die langfristige variable Managementvergütung dieses Gremiums.
Weitere Maßnahmen sind beispielsweise die Überarbeitung der Richtlinien für die Besetzung von Führungspositionen. Diese ermöglichen nun mehr Transparenz und schaffen so eine erhöhte Sensibilisierung der Entscheidungsträger:innen sowie Ansatzpunkte für effektive Maßnahmen. Im Rahmen des Executive-Leadership-Programms „WeInspire“ wurde mit 30 Prozent bewusst ein überdurchschnittlicher Frauenanteil berücksichtigt. Das neue Programm „UNIQAlnie być kobietą“ („UNIQly to be a Woman“) von UNIQA Polen ist eine entwicklungsorientierte Initiative und richtet sich gezielt an Frauen in Führungspositionen. In Österreich findet seit 2021 jährlich ein Mentoring-Programm statt, dessen Frauenanteil aktuell 87 Prozent beträgt. Im erfolgreichen Cross-Border-Mentoring-Pilotprojekt in der sechs Länder umfassenden Region SEE6, mit dem internationale Kontakte und Karrieren gefördert werden sollen, waren 71 Prozent der Mentees und 52 Prozent der Mentor:innen weiblich.
Ziel ist die Veränderung der Rahmenbedingungen und Voraussetzungen, um die Durchlässigkeit der Organisation für Frauenkarrieren insgesamt zu erhöhen sowie weibliche Führungskräfte verstärkt auf dem Arbeitsmarkt anzusprechen. Mit 56,3 Prozent (2024: 55,6 Prozent) ist der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft in der UNIQA Group per Ende 2025 gestiegen. Dieser hohe Anteil wird vor allem durch die internationalen Versicherungsgesellschaften (63,9 Prozent) getragen, ist jedoch 2025 auch in Österreich gestiegen (von 42,8 Prozent auf 43,8 Prozent).
Der Frauenanteil in den Vorständen des Konzerns liegt bei 30,2 Prozent und ist damit gegenüber 2024 etwas gesunken (2024: 32,1 Prozent). Von den gruppenweit 1.463 Führungskräften sind 620 Frauen, dies entspricht einem Anteil von 42,4 Prozent und liegt damit über dem Wert von 40,9 Prozent aus 2024. Dabei besteht ein deutlicher Unterschied zwischen den internationalen und den österreichischen Gesellschaften der UNIQA Group (48,9 Prozent gegenüber 25,1 Prozent Frauenanteil).